gluegglich NV

10,00

Seidenmattes Strohgelb, feingliedriges Bukett nach Apfelknödel mit Zimt und Kräutertee, ein Hauch Propolis und Senfkörner, mit Luft blitzen diverse Aromen kurz auf; am Gaumen sehr fordernd, rassige Säure, knochentrocken, straffe Struktur, leichtfüßiger Alkohol, kreidige Textur, naturtrüber Apfelsaft mit Bitterorange, ungemein belebend, langer salziger und feinherber Nachhall.

Artikelnummer: 2860_gluegglich Kategorie:

Beschreibung

Die Habsburger (Österreichs Machthaber) verfolgten eine erfolgreiche Heiratspolitik, die in einem berühmten Spruch zitiert wird: „Bella gerant alii, tu felix Austria nube.“ – „Kriege führen mögen andere, du, glückliches Österreich, heirate.“ In dieser Zeit war die Weinbereitung eine sehr natürliche Angelegenheit. Die Trauben wurden bereits im Weingarten gemaischt. Danach brauchte es Zeit, bis sie in der Baumpresse langsam ausgepresst waren. Anschließend wurde der Wein mit all seinen Sedimenten im Holzfass spontan vergoren und bis ins nächste Frühjahr auf der vollen Hefe belassen. Vollkommen trocken und nach biologischem Säureabbau wurde im späten Frühjahr ein erstes Mal abgezogen und geschwefelt. Sorten spielten nur im Weingarten eine Rolle, es waren alte „Österreicher“. Für die Vermarktung waren sie unbedeutend. Auch der Jahrgang war unbedeutend, zur Qualitätssicherung wurden Jahrgänge verschnitten. Nicht geschönt und nicht filtriert. Abziehen, Schwefeln, sowie eine „Schönung“ mit frischer Hefe war die Technologie die zur Verfügung stand. Dieser Wein ist in der Tradition des 19. Jahrhunderts mit dem Wissen von Heute entstanden. Biologisch dynamisch natürlich, aber auch das war damals in abgewandelter Form üblich.

Herkunft
Weinland Österreich

Lage
Gumpoldskirchen

Keller
Lese: selektive Handlese in 20 kg Kisten
Maische: teilweise gerebelt, teilweise Ganztraubenpressung
Gärung: spontan im Eichenfass teilweise auf den Schalen
Ausbau: 8 bis 10 Monate auf der Vollhefe, je nach Jahresherkunft unterschiedlich lang auf der Feinhefe,
Jahrgänge: 2017 (21%); 2018 (48%); 2019 (31%)
Abfüllung: 1.Füllung am 12. April 2020;
Schwefelung: nach dem 1. Abstich (20mg) und nach dem Verschnitt (15mg)

Verkostungsnotiz
Seidenmattes Strohgelb, feingliedriges Bukett nach Apfelknödel mit Zimt und Kräutertee, ein Hauch Propolis und Senfkörner, mit Luft blitzen diverse Aromen kurz auf; am Gaumen sehr fordernd, rassige Säure, knochentrocken, straffe Struktur, leichtfüßiger Alkohol, kreidige Textur, naturtrüber Apfelsaft mit Bitterorange, ungemein belebend, langer salziger und feinherber Nachhall.

Speiseempfehlung
deftige bodenständische Küche

Rebsorten
Zierfandler (24%), Rotgipfler (7%), Riesling (20%), Chardonnay (33%), Traminer (6%), Muskateller (10%)

Zusätzliche Information

Alkohol

12%

Bio

Biowein, AT-BIO-402

Farbe

Orange

Herkunft

Weinland Österreich

Inhalt

0.75

Jahrgang

NV

Qualitätsstufe

Landwein

Rebsorte

Cuvée

Restzucker

trocken

Trinkempfehlung

12-14°

Trinkreife

2020-2022

Verschluss

Drehverschluss


Factsheet